Das Verlobungsshooting ist auch ein Probelauf für den Hochzeitstag. Ihr lernt, wie ihr gemeinsam in einem Bild steht, nah beieinander und ohne steif zu wirken. Ich zeige euch die Posen, und nach ein paar Versuchen fühlen sie sich nach euch an. Fünf Punkte bereitet ihr am besten vorher vor, den sechsten übersehen die meisten.
1. Wählt einen Ort, der zu euch passt
Meistens gehen wir eine Runde durch die Innere Stadt, vom Burggarten zum Theseustempel im Volksgarten, mit Architektur und Grün. Wollt ihr woanders hin, wählt einen Ort, an dem ihr euch wohlfühlt: den Schlosspark Laxenburg für Weite und Licht, das erste Grätzel, in dem ihr zusammen gewohnt habt, die Terrasse eures Lieblingshotels.
Fällt euch nichts ein, erzählt mir, was ihr gern zusammen macht. Ich schlage Orte vor, die ich kenne und an denen das Licht funktioniert. Orte für den Antrag selbst sammelt mein Ratgeber Heiratsantrag in Wien: die schönsten Orte.
2. Zieht gedeckte Farben und bequeme Schuhe an
Gedeckte Farben funktionieren am besten: Beige, Taupe, Schwarz, gebrochenes Weiß. Sie lenken den Blick nicht von euren Gesichtern ab. Stark gesättigte Farben wie Rot oder Orange können sich auf der Haut spiegeln, besonders in direktem Licht.
Nehmt zwei Outfits mit, ein etwas eleganteres und ein bequemeres. Tragt Kleidung, in der ihr euch schon wohlfühlt: Ein Outfit, das ihr noch nie getragen habt, macht euch unsicher, und das sieht man im Bild. Für die Wege durch die Stadt braucht ihr bequeme Schuhe.
3. Plant die richtige Tageszeit ein
Das weiche Licht kurz nach Sonnenaufgang oder in den zwei Stunden vor Sonnenuntergang macht den größten Unterschied. Die Mittagssonne wirft harte Schatten und lässt Gesichter flach wirken. Im Sommer heißt das: früh morgens oder ab 18 Uhr, im Herbst und Winter verschiebt sich das Fenster nach vorn. Wenn es sich bei euch zeitlich ausgeht, lege ich den Termin in dieses Licht.
4. Vertraut dem Ablauf, auch wenn er sich langsam anfühlt
Viele Paare glauben, sie müssten vor der Kamera ständig etwas tun. Ich sage euch mit kurzen, klaren Hinweisen, wie ihr steht und was ihr macht: gehen, lachen, stehen bleiben. Oft entstehen die Bilder dann in den Momenten dazwischen, wenn ihr miteinander redet, einer den anderen zum Lachen bringt oder ihr nebeneinander geht. Plant genug Zeit ein, zwei Stunden sind eine gute Basis.
5. Bringt mit, was zu euch gehört
Es muss nichts Großes sein: euer Hund, eine Flasche vom Wein, den ihr beim ersten Date getrunken habt, die Jacke, die ihr euch seit Jahren gegenseitig leiht. Solche Dinge machen die Bilder persönlich. Bringt mit, was euch als Paar beschreibt, und ich baue es in die Bilder ein.
5+1. Redet vorher über die Stimmung der Bilder
Diesen Punkt übersehen die meisten. Redet vor der Session darüber, welche Stimmung die Fotos haben sollen: eher Ruhe und Nähe, oder mehr Bewegung und Leichtigkeit? Was gefällt euch an Fotos, die ihr gesehen habt? Darüber reden wir schon im Erstgespräch am Telefon, und beim Shooting weiß ich dann von Anfang an, was zu euch passt.
Was zum Verlobungsshooting gehört und was es kostet, steht auf der Seite Verlobungsfotos in Wien.




