Das Palais Coburg in Wien ist ein historisches Palais, in den 1840er-Jahren erbaut von Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha. Heute ist es eine der luxuriösesten Hochzeitslocations der Stadt und bietet ein prächtiges, elegantes Ambiente für Feiern auf höchstem Niveau.
Die Besonderheit liegt in der Kombination aus historischem Charme und zeitgemäßem Luxus. Die Architektur, der private Garten und die Prunkräume machen es zu einem Ort, der Hochzeiten mit Haltung trägt. Ob im kleinen Kreis oder mit großer Gesellschaft. Ein freier Blick auf den Wiener Stadtpark und die Ringstraße ist durch ein Servitut des Kaisers bis heute garantiert.
Im Volksmund heißt das Haus auch „Spargelburg", eine Anspielung auf die auffällig schlanken weißen Säulen der Fassade. Dieses Detail gibt dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter und betont die feine Balance zwischen Eleganz und Verspieltheit.
Ein Haus mit Geschichte
Der Bau an der Coburgbastei begann um 1840 und war 1845 vollendet. Die Familie Sachsen-Coburg und Gotha verband Königshäuser durch Ehen: Wien mit London, Lissabon mit Brüssel. Heiraten war hier keine reine Privatsache, sondern eine Haltung.
Älter als das Palais sind die Kasematten. Sie gehören zur Braunbastei, die zwischen 1545 und 1555 als Teil der Wiener Stadtbefestigung entstand. Beim Bau der Residenz blieben die Renaissance-Gewölbe erhalten, ihr feiert dort also in Mauern, die knapp 300 Jahre älter sind als das Haus darüber. Die freistehenden Säulen der Gartenfassade brachten dem Palais früh den Spitznamen Spargelburg ein.
Das Hauptrestaurant trägt bis heute den Namen Clementine von Orléans, Prinzessin im Haus Sachsen-Coburg. Der Johann-Strauß-Saal, in dem Walzer uraufgeführt wurden, steht heute für Empfänge und Zeremonien offen. Die Kasematten aus dem 16. Jahrhundert, einst Stallungen, sind heute Festräume mit eigenem Klang. Das Palais Coburg ist kein Museum: Hier wird bis heute gelebt und gefeiert.
Räumlichkeiten für die Trauung
Das Palais bietet unterschiedliche Räume, die sich je nach Stil und Größe der Hochzeit anpassen lassen:
- Prunkräume: Der Spiegelsaal mit Stuckmarmorsäulen, der Gelbe Salon mit Seidentapeten und der Blaue Salon mit offenem Kamin. Kronleuchter, historische Wandmalereien und edle Stoffe machen sie zu einem Setting, das Wien in dieser Form kein zweites Mal bietet.
- Kasematten: Die unterirdischen Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert teilen sich in die langen und die hohen Kasematten, beide mit eigener Wirkung. Sie geben euren Paarfotos eine besondere, fast mystische Stimmung.
- Garten: Für eine Zeremonie im Freien steht der private Garten zur Verfügung, ein gepflegtes Stück Grün mitten in der Stadt.
Das Palais Coburg ist eine offizielle Traumhochzeitslocation der Stadt Wien. Ihr heiratet also standesamtlich direkt im Haus, ohne separate Fahrt zum Bezirksstandesamt. Die Trauung übernimmt die MA 63, gebucht wird über das Referat Traumhochzeit in Wien. Wie das abläuft, welche Dokumente ihr braucht und was die Zeremonie kostet, steht in unserem Guide zum Standesamt Wien.
Den Blumenschmuck für Trauung und Tafel gestalten in der Coburg regelmäßig die Floral Designers von Andreas Stern oder Emil Doll von Dolls Blumen.
Kulinarische Highlights
Das Palais Coburg ist nicht nur für seine Architektur bekannt, sondern auch für seine Gastronomie. Zwei ausgezeichnete Restaurants prägen das kulinarische Profil des Hauses:
- Restaurant Silvio Nickol: mit zwei Michelin-Sternen und fünf Gault-Millau-Hauben eine der besten Adressen Wiens.
- Clementine im Glashaus: mit zwei Gault-Millau-Hauben ausgezeichnet. Lichtdurchflutet, mit französischen Anklängen, österreichischen Einflüssen und Tableside-Service.
- Der Weinkeller: knapp 60.000 Flaschen, eine eigene Adresse für Weinkenner. Für Hochzeiten lässt sich daraus ein individuelles Weinprogramm zusammenstellen.
Was eine Hochzeit im Palais Coburg kostet
Das Palais nennt für Räume und Kulinarik durchgehend Ab-Preise, die tatsächliche Summe hängt stark von Gästezahl, Dauer und Menülinie ab. Ein realistisches Beispiel: 100 Gäste in der Hohen Kasematte, ab sieben Stunden, mit Agape, dem Menü der Orangerie und Weinbegleitung. Das ergibt Raummiete 4.900 Euro, Agape 3.000 Euro, Menü 8.500 Euro und Weinbegleitung 2.900 Euro, zusammen rund 19.300 Euro.
Nach unten geht es deutlich günstiger, etwa mit dem Privatgarten ab 1.400 Euro für eine Zeremonie bis sechs Stunden. Nach oben ist viel Luft: Wer im Silvio Nickol mit zwei Michelin-Sternen speist, liegt allein beim Menü bei 295 Euro pro Person. Floristik, Musik, Dekoration und Fotografie kommen jeweils dazu.
Raummieten im Detail
| Raum | Größe | Kapazität | Raummiete bis 6 Stunden | Raummiete ab 7 Stunden |
|---|---|---|---|---|
| Johann Strauß Saal | 126 m² | 80 bis 120 Personen | ab 2.400 € | ab 4.800 € |
| Hohe Kasematte | 116 m² | 100 bis 160 Personen | ab 2.500 € | ab 4.900 € |
| Lange Kasematte | 276 m² | 200 bis 230 Personen | ab 3.400 € | ab 6.750 € |
| Orangerie | 120 m² | 60 bis 70 Personen | ab 2.400 € | ab 4.800 € |
| Privatgarten (Palais Garten) | 70 m² | bis 100 Personen | ab 1.400 € | ab 2.800 € |
| Zierbecken | 50 m² | bis 60 Personen | ab 1.600 € | ab 3.200 € |
| Stadtbild | 180 m² | Empfang bis 170 Personen | auf Anfrage | auf Anfrage |
| Grüner Salon | 50 m² | Bankett bis 50 Personen | auf Anfrage | auf Anfrage |
| Veranda | 52 m² | Bankett 20, Empfang 40 Personen | auf Anfrage | auf Anfrage |
Das Palais führt neun Räume für Hochzeiten. Für sechs davon nennt die Hochzeitsbroschüre Preise, für Stadtbild, Grünen Salon und Veranda gibt es sie auf Anfrage. Der Privatgarten heißt auf der Website des Hauses Palais Garten, die Orangerie findet ihr dort unter Pavillon.
Menü- und Getränkepreise
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Menü Orangerie (2 Hauben), 3 bis 5 Gänge | ab 85 € pro Person |
| Weinbegleitung zum Menü Orangerie | ab 29 € pro Person |
| Menü Silvio Nickol (2 Michelin-Sterne, 5 Hauben), 5 bis 9 Gänge | ab 295 € pro Person |
| Weinbegleitung zum Menü Silvio Nickol | ab 150 € pro Person |
| Agape und Cocktail-Empfang | ab 30 € pro Person |
Im Hochzeitsangebot des Palais sind persönliche Betreuung und individuelle Planung, ein Probeessen für zwei Personen inklusive Weinbegleitung sowie eine Hochzeitsnacht in einer der Suiten vorgesehen. Für Hochzeitsgäste gibt es eigene Zimmerpreise, das Weinarchiv umfasst über 5.000 Weine mit Sommelier-Beratung. Alle Angaben stammen aus der Hochzeitsbroschüre des Palais Coburg und sind Ab-Preise; zur Mehrwertsteuer und zur Gültigkeitsdauer macht die Broschüre keine Angabe. Verbindliche Zahlen bekommt ihr über das Event-Team unter events@palais-coburg.com.
Übernachten im Haus
Nach der Feier muss weder das Hochzeitspaar noch die Gäste das Palais verlassen. Seit 2026 ist das Haus als Private Guesthouse positioniert: 36 individuell gestaltete Suiten, darunter eine 700 Quadratmeter große Suite auf dem Dach. Der Morgen danach beginnt mit Frühstück im Spiegelsaal oder im Gelben Salon.
Planung und Organisation
Das erfahrene Event-Team des Palais Coburg begleitet Paare durch die gesamte Planung, von der ersten Besichtigung bis zum großen Tag. Für umfassende Konzepte arbeitet das Haus mit Weddings & Events by Julian Amenth zusammen, die seit Jahren in der Coburg für durchdachte Organisation und präzise Umsetzung sorgen. Wer standesgemäß vorfahren will: Der Dr. Barnea Oldtimertreff vermietet klassische Automobile für den großen Auftritt.
Euer Hochzeitsfotograf im Palais Coburg
Seit 2014 begleite ich Paare als Hochzeitsfotograf in Wien, mit über zehn Jahren Hochzeitserfahrung. Mit klarem Fokus auf echte Farben, zeitlose Ästhetik und sorgfältige Kompositionen entstehen Bilder, die euch noch Jahre später berühren. Diskret im Hintergrund, mit gezielter Anleitung, wenn nötig, von der ersten Planung bis zum handgefertigten Album.

