Michael Kobler · Dein Fotograf
Hochzeitspaar in einem intimen Moment hinter dem Brautschleier

Hochzeitstipps · Unplugged

Unplugged Wedding

Sichert euch eine Social-Media-freie Zone für eure Erinnerungen, damit alle den Moment voll erleben und ihr in Gesichter blickt, nicht in Displays.

An eurem Hochzeitstag seid ihr für 24 Stunden echte Stars. Das hat Vorteile, bringt aber auch die familiären „Paparazzi" mit sich, Gäste, die jeden Moment festhalten wollen. Wenn ihr nicht möchtet, dass diese Bilder ungefragt online landen, helfen ein paar Maßnahmen. Hier die wichtigsten.

1. Macht eine Unplugged Wedding

Die beste Verteidigung gegen unschmeichelhafte Uploads: Gästefotos ganz weglassen. Eine Feier ohne Geräte lässt alle im Moment sein, und ihr seht beim Blick ins Publikum ein Lächeln, keine Handys. Wer streng sein will, lässt die Handys beim Einlass abgeben, bei exklusiven Hochzeiten durchaus üblich.

2. Kündigt es auf der Hochzeitswebsite an

Lasst früh wissen, dass euch das Thema wichtig ist, und erklärt konkret, was ihr euch wünscht. Handys bei der Zeremonie in der Tasche, beim Empfang frei? Fotos ja, posten nein? Oder posten erst, nachdem ihr selbst etwas veröffentlicht habt? Je klarer, desto entspannter für alle.

3. Überlegt euch, keinen Hochzeits-Hashtag zu nutzen

Wenn ihr bittet, keine Fotos zu posten, aber gleichzeitig einen offiziellen Hashtag einrichtet, sendet das widersprüchliche Signale. Kommuniziert ihr den Hashtag, fordert ihr die Gäste im Grunde auf, ihn zu benutzen.

4. Ein Hinweis in Einladung und Programm

Ein simpler Satz in der Einladung macht klar, dass die Gäste nicht die Aufgabe eures Fotografen übernehmen sollen. Eine Erinnerung im Programmheft sorgt dafür, dass die Bitte nicht in Vergessenheit gerät.

5. Ein Schild am Veranstaltungsort

Zugegeben etwas ironisch, aber unter dem Stichwort Unplugged Wedding findet ihr online tausende schöne Schilder zur Inspiration.

6. Eine kurze Ansage vor der Zeremonie

Nutzt die Autorität von Trauredner, Fotograf oder DJ und lasst kurz vor Beginn ein paar Worte zum Kamera-Verzicht sagen. So ist allen klar, was fotografiert und geteilt werden darf und was nicht.

7. Geht mit Humor an die Sache

Wer als Kontrollfreak wirken will, sagt es streng. Wer nicht, verpackt die Bitte mit einem Augenzwinkern. Niemand mag Kommandos, aber jeder schätzt einen guten Witz. Eine kreative Formulierung auf dem Schild oder in der Ansage bewirkt oft mehr als jede Regel.

8. Passt eure Privatsphäre-Einstellungen an

Auf Instagram und Facebook könnt ihr einstellen, dass ihr nicht ohne Zustimmung markiert werdet. So behaltet ihr die Kontrolle darüber, was mit eurem Namen verknüpft wird.

Hochzeitsfotos in einer Vorschau-Galerie auf dem Smartphone
Eure eigenen Sneak Peeks kommen schon am nächsten Tag, ihr habt den ersten Moment.

9. Bittet ein paar Vertraute, ein Auge darauf zu haben

Ihr müsst das nicht selbst übernehmen, heute seid ihr die Stars. Bittet ein paar Menschen aus der Hochzeitsgesellschaft oder dem Fototeam, freundlich darauf zu achten und im Zweifel charmant daran zu erinnern, mit dem Posten zu warten, bis ihr selbst etwas geteilt habt.

10. Postet rechtzeitig eure Sneak Peeks

Wenn euer einziges Anliegen ist, dass Gästefotos vor eurem offiziellen „Wir haben geheiratet"-Moment auftauchen, nehme ich euch das ab. Ich sende euch spätestens 24 Stunden nach der Feier rund 20 Bilder von eurem großen Tag. So seid ihr zuerst dran, und ihr und eure Gäste seht euch von eurer schönsten Seite.

Gut zu wissen

Häufige Fragen

Was ist eine Unplugged Wedding?

Eine Feier ohne Smartphones und Kameras der Gäste. So erlebt jeder den Moment voll mit, ihr blickt in lächelnde Gesichter statt in leuchtende Displays, und unschmeichelhafte Schnappschüsse landen nicht ungefragt online.

Wie sagen wir es unseren Gästen freundlich?

Kündigt es früh an, auf der Hochzeitswebsite, in der Einladung oder im Programm, und wiederholt es kurz vor der Zeremonie durch Trauredner, Fotograf oder DJ. Mit etwas Humor auf einem Schild oder in der Ansage wirkt die Bitte einladend statt streng.

Wie verhindern wir, dass Gästefotos zu früh online sind?

Ich sende euch spätestens 24 Stunden nach der Feier rund 20 ausgewählte Bilder. So habt ihr euren offiziellen Moment zuerst, und die Sneak Peeks zeigen euch von eurer schönsten Seite.

Sollen Handys nur bei der Zeremonie weg oder den ganzen Tag?

Das entscheidet ihr. Viele Paare wünschen sich eine handyfreie Zeremonie und geben den Empfang frei. Legt klar fest, ob Gäste beim Empfang fotografieren dürfen, ob sie posten dürfen oder erst, nachdem ihr selbst etwas geteilt habt.

Sollten wir bei einer Unplugged Wedding einen Hochzeits-Hashtag nutzen?

Wenn ihr um Zurückhaltung beim Posten bittet, sendet ein offizieller Hashtag ein widersprüchliches Signal. In dem Fall verzichtet ihr besser darauf, sonst fordert ihr die Gäste im Grunde auf, ihn zu benutzen.

Warum überhaupt eine Unplugged Wedding?

Weil alle den Moment voll miterleben, ihr beim Blick ins Publikum lächelnde Gesichter statt leuchtender Displays seht und euer Fotograf freie Sicht auf die Zeremonie hat, ohne Handys und Tablets im Bild.

Kein Druck, nur ein Gespräch

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