An eurem Hochzeitstag seid ihr für 24 Stunden echte Stars. Das hat Vorteile, bringt aber auch die familiären „Paparazzi" mit sich, Gäste, die jeden Moment festhalten wollen. Wenn ihr nicht möchtet, dass diese Bilder ungefragt online landen, helfen ein paar Maßnahmen. Hier die wichtigsten.
1. Macht eine Unplugged Wedding
Die beste Verteidigung gegen unschmeichelhafte Uploads: Gästefotos ganz weglassen. Eine Feier ohne Geräte lässt alle im Moment sein, und ihr seht beim Blick ins Publikum ein Lächeln, keine Handys. Wer streng sein will, lässt die Handys beim Einlass abgeben, bei exklusiven Hochzeiten durchaus üblich.
2. Kündigt es auf der Hochzeitswebsite an
Lasst früh wissen, dass euch das Thema wichtig ist, und erklärt konkret, was ihr euch wünscht. Handys bei der Zeremonie in der Tasche, beim Empfang frei? Fotos ja, posten nein? Oder posten erst, nachdem ihr selbst etwas veröffentlicht habt? Je klarer, desto entspannter für alle.
3. Überlegt euch, keinen Hochzeits-Hashtag zu nutzen
Wenn ihr bittet, keine Fotos zu posten, aber gleichzeitig einen offiziellen Hashtag einrichtet, sendet das widersprüchliche Signale. Kommuniziert ihr den Hashtag, fordert ihr die Gäste im Grunde auf, ihn zu benutzen.
4. Ein Hinweis in Einladung und Programm
Ein simpler Satz in der Einladung macht klar, dass die Gäste nicht die Aufgabe eures Fotografen übernehmen sollen. Eine Erinnerung im Programmheft sorgt dafür, dass die Bitte nicht in Vergessenheit gerät.
5. Ein Schild am Veranstaltungsort
Zugegeben etwas ironisch, aber unter dem Stichwort Unplugged Wedding findet ihr online tausende schöne Schilder zur Inspiration.
6. Eine kurze Ansage vor der Zeremonie
Nutzt die Autorität von Trauredner, Fotograf oder DJ und lasst kurz vor Beginn ein paar Worte zum Kamera-Verzicht sagen. So ist allen klar, was fotografiert und geteilt werden darf und was nicht.
7. Geht mit Humor an die Sache
Wer als Kontrollfreak wirken will, sagt es streng. Wer nicht, verpackt die Bitte mit einem Augenzwinkern. Niemand mag Kommandos, aber jeder schätzt einen guten Witz. Eine kreative Formulierung auf dem Schild oder in der Ansage bewirkt oft mehr als jede Regel.
8. Passt eure Privatsphäre-Einstellungen an
Auf Instagram und Facebook könnt ihr einstellen, dass ihr nicht ohne Zustimmung markiert werdet. So behaltet ihr die Kontrolle darüber, was mit eurem Namen verknüpft wird.
9. Bittet ein paar Vertraute, ein Auge darauf zu haben
Ihr müsst das nicht selbst übernehmen, heute seid ihr die Stars. Bittet ein paar Menschen aus der Hochzeitsgesellschaft oder dem Fototeam, freundlich darauf zu achten und im Zweifel charmant daran zu erinnern, mit dem Posten zu warten, bis ihr selbst etwas geteilt habt.
10. Postet rechtzeitig eure Sneak Peeks
Wenn euer einziges Anliegen ist, dass Gästefotos vor eurem offiziellen „Wir haben geheiratet"-Moment auftauchen, nehme ich euch das ab. Ich sende euch spätestens 24 Stunden nach der Feier rund 20 Bilder von eurem großen Tag. So seid ihr zuerst dran, und ihr und eure Gäste seht euch von eurer schönsten Seite.