Achtet bei der Planung vor allem auf Transferzeiten und auf das Tageslicht, das je nach Jahreszeit stark variiert. Das Fotoshooting liegt idealerweise nicht in der prallen Mittagssonne, sondern am späteren Nachmittag oder zur Abendstimmung, wenn das Licht weicher wird. Hier ist ein bewährter Ablauf mit Richtzeiten.
Getting Ready: die Details
Rund 30 Minuten
Legt alle wichtigen Details an einen Ort mit viel natürlichem Licht: Kleid, Schuhe, Blumen, Ringe. So kann ich sofort loslegen. Hilfreich ist eine Person, die dafür sorgt, dass alles griffbereit ist. Während ich die Details fotografiere, entstehen schon erste Aufnahmen von den Vorbereitungen. Das gilt für beide Seiten, ich halte die Details bei euch beiden fest.
Getting Ready: die Vorbereitung
Rund 60 bis 90 Minuten
Dann wird angekleidet. Ich bitte darum, dass alle, die mit aufs Bild sollen, bereits fertig sind, wenn es losgeht. Haltet den Raum möglichst aufgeräumt, das macht schönere Bilder. Wenn möglich, nehmt ein zusätzliches, leeres Zimmer dazu, oder mietet gleich ein Haus oder Loft, mehr Platz, mehr Licht, weniger Unordnung. Beim Bräutigam plane ich ebenfalls Zeit ein, oft übernimmt das ein zweiter Fotograf parallel.
Die Zeremonie
30 bis 60 Minuten
Zeit zu heiraten. Standesamtliche Trauungen dauern meist rund 30 Minuten, kirchliche 60 Minuten oder länger. Genießt diesen Moment, er ist schneller vorbei, als ihr denkt. Am Ende folgt der Auszug des Hochzeitspaares.
Gruppenfoto, Agape und Gratulationen
Rund 45 Minuten, je nach Gästezahl
Direkt nach dem Auszug bietet sich das große Gruppenfoto aller Gäste an, noch bevor jemand ein Glas in der Hand hält. Danach beginnt die Agape, parallel gratulieren die Gäste. Sucht euch einen schattigen Platz mit schönem Hintergrund. Als Faustregel: Gästezahl durch zwei ergibt ungefähr die Minuten, die die Gratulationen dauern.
Paarporträts
Rund 60 Minuten
Noch während der Agape starten wir mit euren Paarfotos, ein guter Moment für etwas Zeit zu zweit. Anwesend sind nur mein Assistent und ich. Wir beginnen etwas abseits, damit wir ungestört sind, und nähern uns langsam wieder der Gesellschaft. Und wenn es regnet? Dann entstehen oft die stärksten Bilder überhaupt, mit weichem Licht, Schirm und Spiegelungen draußen oder intim und warm drinnen. Ich habe für jedes Wetter einen Plan.
Familienporträts
Rund 30 Minuten
Am besten im Freien, für natürlich wirkende Bilder. Eine Liste der gewünschten Gruppen und eine Person, die beim Organisieren hilft, machen den Teil schnell. Wir starten mit der unmittelbaren Familie direkt nach der Zeremonie.
Die gedeckte Tafel
15 bis 30 Minuten
Plant mindestens 15 Minuten ein, bevor die Gäste den Saal betreten, damit ich eure festlich gedeckte Tafel unberührt fotografieren kann. Für ein Grand Reveal, bei dem ihr die Tafel vor den Gästen betretet, rechnet mit 30 Minuten.
Goldene Stunde, erster Tanz und Party
Die Goldene Stunde, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, ist die beste Zeit für zusätzliche Porträts, warm und golden. Danach eröffnet ihr die Tanzfläche. Ab hier ist mein Zeitplan locker, ich arbeite mit natürlichem Licht und Blitz, um ersten Tanz und Party festzuhalten. Zum Abschluss lohnt sich am späten Abend eine kurze Außenaufnahme mit Champagner oder Sprühkerzen.